Chor Kontra Monument
Live Performance von Frederike Moormann
10.9, 18:30 Uhr und 12.9., 16 Uhr
Audiowalk Premiere: Frühjahr 2027

Performance Chor Kontra Monument am RIchard-Wagner-Hain
Live Performance: 10. & 12. September 2026
Audiowalk Premiere: Anfang 2027
Im Audiowalk Chor Kontra Monument wird das Publikum von einem Chor durch den Richard-Wagner-Hain in Leipzig geführt. Dort legte 1934 Adolf Hitler den Grundstein für ein Richard-Wagner-Denkmal, das nie vollendet wurde.
Mit dem Walk untersucht die Künstlerin Frederike Moormann einerseits die historischen Schichten des Hains – von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die DDR bis ins Heute. Andererseits setzt sie sich mit dem musikalischen Werk Richard Wagners auseinander, dessen eigene antisemitische Schriften, nationalistische Auftritte und musikalische Themen stark in den Ideologien des Nationalsozialistischen Regimes resonierten.
Durch Audiowalk und Chor-Konzert, das musikalische Motive Wagners zersetzt und sampelt, werden die historischen Schichten des Hains begehbar und Wagners nationalistische Thesen in der Musik hörbar. Chor Kontra Monument fragt, was es bedeutet, einen Ort mit dieser Geschichte, benannt nach einem kontroversen Komponisten, heute zu begehen und fragt: Was wurde hier gebaut und für wen?
Chor Kontra Monument wurde am 10. und 12. September 2026 als Live-Performance mit Funkkopfhörern uraufgeführt. Eine Intervention folgt anlässlich der Teilsanierung des östlichen Richard-Wagner-Hains am 23. September 2026. Ab Januar 2027, mit der Fertigstellung der Sanierung, soll der Audiowalk dauerhaft über einen QR-Code auf dem eigenen Smartphone zugänglich sein.
Die Teilnahme war kostenfrei. Für die Live-Performances waren aufgrund begrenzter Plätze Anmeldungen erforderlich. Das Gelände ist aufgrund von Treppen und unebenem Boden nur eingeschränkt barrierefrei.
Chor Kontra Monument entsteht in Zusammenarbeit mit Nora Benamara, Maximilian Bischofberger, Felix Deufel, Hara Giannou, Helgard Haug, Hauptmeier | Recker, Julia Kurz, Lefteris Krysalis, Marie-Louise Monrad-Møller und Walburga Walde




