Zum Hauptinhalt springen
Menü
  • Projekte
  • Bibliothek
  • Mediathek
  • Info
  • Über
  • Team
  • Kontakt

Stadtkuratorin Leipzig

Kontakt
Logo Stadt Leipzig Kulturamt

Stadtkuratorin
Leipzig

S

Projekte

Plurales Erinnern
17.05. – 22.06.2025
Neustädter Markt 04315 Leipzig-Ost

2 Tonnen Kalkstein

Neubetrachtung des Denkmals am Markt

Plurales Erinnern
Beteiligung
Plurales Erinnern
Eine Gruppe Menschen sitzt im Kreis neben einem Gefallenendenkmal aus dem Jahr 1924
Eine Gruppe von Menschen sitzt im Kreis um einen runden Tisch in einem Innenraum mit weißen Wänden und einem großen Schaufenster.
Auf einem blauen Tisch steht ein Buch mit dem Titel "Das Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft". Daneben stehen zwei Wassergläser und ein Mikrofon. Im Hintergrund stehen zwei Stühle und eine halbtrasparente Fläche auf einem kiesigen Platz.
Zwei Personen sitzen vor einer Gruppe von Menschen und sprechen in ein Mikrofon. Sie sind auf einem Platz. Hinter ihnen steht eine halbtransparente Wand.
T05
Personen sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch liegen Papier und Stifte. Die Personen gestalten ein Platt, auf dem das Wort "Denkmal" steht.
Vor dem Denkmalsockel ist eine Schnur gespannt, an der eine Karte hängt. Auf der Karte steht in deutsch und englisch das Wort "Zukunft" sowie weitere Schrift.
Man sieht den Saum einer orangenen Tasche auf der "Monuments of the Future" steht. Im Hintergrund sitzen perosnen auf einem Platz.

© Alexandra Ivanciu

2. Nachbarschaftsforum am Neustädter Markt

←
→
Eine Gruppe Menschen sitzt im Kreis neben einem Gefallenendenkmal aus dem Jahr 1924
1/8
© Alexandra Ivanciu

2. Nachbarschaftsforum am Neustädter Markt

Stadtkuratorin Leipzig und der Kunstraum IDEAL haben zu drei Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung 2 Tonnen Kalkstein auf dem Neustädter Markt eingeladen.

Im Zentrum des Projekts stand das Gefallenendenkmal von 1926 vor der Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Neustädter Markt. Die Ausstellung und die Nachbarschaftsforen auf dem Platz öffneten das Gespräch über die historische Bedeutung des Denkmals zwischen den zwei Weltkriegen sowie seine heutige Wirkung. 



Termine

Sonntag, 18.05., 16:00 Uhr

Nachbarschaftsforum am Denkmal I: 
Bestandsaufnahme – Wie steht Ihr zum Denkmal am Neustädter Markt?

Zum ersten Nachbarschaftsforum, das in den Räumen des IDEALs stattfand, kamen wir bei Kaffee und Kuchen mit den interessierten Gästen aus der Nachbarschaft ins Gespräch, um verschiedene Erzählungen und Meinungen zum Gefallenendenkmal auf dem Neustädter Markt zu sammeln. Die Künstler:innen des Projekts Anike Joyce Sadiq, Nicole Six und Paul Petritsch waren auch da und konnten von ihrer künstlerischen Arbeit erzählen und in den Austausch mit den Nachbar:innen kommen.



Samstag, 14.06., 18:00 Uhr

„Heritage is the Answer! But what was the Question?“ – Museen, Denkmalpflege und das Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft

Vortrag von Dr. Gülşah Stapel und anschließendes Gespräch mit Anike Joyce Sadiq

Der Vortrag beschäftigte sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten öffentlicher Erinnerung in einer vielfältigen Gesellschaft. Ausgehend von Gülşah Stapels Buch „Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft“ ging es um Fragen nach Repräsentation, Ausschluss und dem Umgang mit konflikthaften Erinnerungen.

Dabei spannte Gülsah Stapel den Bogen immer wieder zu dem konflikthaften Gefallenendenkmal in Leipzig – als Beispiel für die politische Brisanz öffentlicher Erbeverhandlungen und die Suche nach einer gerechteren, vielstimmigeren Erinnerungskultur. Im Gespräch mit der Künstlerin Anike Joyce Sadiq und dem Publikum ging es um Gestaltungs- und Deutungsmöglichkeiten von Denkmalen im öffentlichen Raum, um neue künstlerische Formen, die Repräsentation ermöglichen, aber auch ihre Grenzen. Dabei wurde betont, dass viele Denkmäler umstritten bleiben, Konflikte oft nicht gelöst, sondern ausgehalten werden müssen und kulturelles Erbe immer im Wandel ist.


Sonntag, 22.06., 16:00

Nachbarschaftsforum am Denkmal II: 
Welche Zukunft hat das Denkmal am Neustädter Markt?

Das zweite Nachbarschaftsforum widmete sich den möglichen Zukünften des Denkmals. Die eingeladenen Gäste brachten dabei ganz unterschiedliche Perspektiven ein. Nach einer Einführung zum Kontext des Denkmals durch Julia Kurz und Gregor Peschko gab Pfarrer Stief von der Hl.-Kreuz-Kirche spannende Einblicke in die historische Entstehung, die symbolische Bedeutung sowie die Herausforderungen bei Erhalt, Finanzierung und dem Umgang mit Vandalismus. Dr. Eschenbrücher, Denkmalpfleger der Stadt Leipzig, ergänzte diese Sicht durch die denkmalpflegerische Perspektive und erläuterte rechtliche und öffentliche Verantwortlichkeiten. Die Militärhistorikerin Dr. Urte Evert von den Museen der Zitadelle Spandau stellte Beispiele aus Berlin vor, wie problematische Denkmäler museal kontextualisiert oder versetzt werden, um ihre Geschichte sichtbar und kritisch reflektierbar zu machen. Martha Schwindling präsentierte zudem ein interaktives Vermittlungstool, das Bürger:innen dazu anregt, Denkmäler kritisch zu hinterfragen und neue Blickwinkel einzunehmen.

Im anschließenden offenen Gespräch wurden verschiedene Szenarien, partizipative Ansätze und dialogische Formate entworfen und diskutiert. Ein zentrales Ergebnis war, dass das Denkmal weder entfernt noch bloß „verschönert“ werden sollte, sondern als offene Projektionsfläche für gesellschaftliche Auseinandersetzungen bestehen bleiben kann. Die Ideen reichten von temporären künstlerischen Interventionen über Infotafeln und Lichtinstallationen bis hin zur aktiven Einbindung der Nachbarschaft.

Parallel zum Gespräch gab es bei Kaffee und Kuchen auch ein Kunstangebot für Kinder, organisiert vom Pöge-Haus e.V. in Kooperation mit der Monumental Bag.


Sonntag, 14.09., 13:00 Uhr

Denkmale der Zukunft – aber welche?

Anlässlich des Tags des offenen Denkmals haben wir erneut auf den Neustädter Markt eingeladen. In einem offenen Workshop für Kids wollten wir erforschen, welche Bedeutung Denkmäler haben und welche es in Zukunft geben sollte. Was bedeuten Denkmale in unserer Gesellschaft? Welche Geschichten fehlen bisher? Und wie könnten Denkmale der Zukunft aussehen?

Mit der Monumental Bag – einem kreativen Werkzeugkasten für Erinnerungskultur, gestaltet von Martha Schwindling und Marlene Oeken – konnten neue Perspektiven auf das Denkmal und Ideen für eigene Denkmale entwickelt werden.

Plurales Erinnern
Beteiligung
Plurales Erinnern

Die Veranstaltung war Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „2 Tonnen Kalkstein – Neubetrachtung des Denkmals am Markt“ mit künstlerischen Arbeiten von Anna Jermolaewa, Anike Joyce Sadiq, Gregor Peschko, Susanne Schuda, Nicole Six & Paul Petritsch
Ausstellungsdauer: 17.05. – 13.07.2025


Mehr Informationen zur Ausstellung und dem weiteren Programm auf der Webseite des Kunstraum IDEAL.



Die drei Veranstaltungen wurden gemeinsam von Stadtkuratorin Leipzig – dem Programm für Kunst im öffentlichen Raum und dem Kunstraum IDEAL organisiert und von der Heilig-Kreuz-Gemeinde und dem Pöge-Haus e.V. unterstützt.

Logo Weiß Auf Schwarz2Ideal Logo
Verknüpfte Texte aus der Bibliothek
16 Plastikpark Klein
Diskurs

Kunst im öffentlichen Raum in Leipzig

Der Text gibt anhand von Beispielen einen Überblick über mehrheitlich historische Kunst im öffentlichen Raum in Leipzig, verknüpft die Themen, die dort behandelt werden und beleuchet die Debatten, die um die Kunstwerke im Laufe der Zeit entstanden sind. Auch werden einige der Fehlstellen im Leipziger Stadtraum benannt und damit Perspektiven und Themen, die im Stadtraum bisher unsichtbar bleiben.

Cibulka
Diskurs

Repräsentation der diversen Stadtgesellschaft: Diskriminierungskritisches Kuratieren von Erinnerung und Kunst im öffentlichen Raum

In einem umkämpften gesellschaftlichen Feld geben Stadtratsbeschlüsse, Strategien und Konzepte der Stadt Leipzig eine Orientierung, welche Themenfelder virulent sind und welche vermehrt in den Blick genommen werden sollen. Doch was bedeuten diese Pläne, wenn man sie diskriminierungskritisch betrachtet und welche konkreten Themen sollten behandelt werden?

2 Tonnen Kalkstein Panel(c)anna Sophie Knobloch 13
Diskurs

„Heritage is the answer! But what was the question?“ – Museen, Denkmalpflege und das Recht auf Erbe in der Migrationsgesellschaft

Dieser Text basiert auf einem Vortrag ,den Gülşah Stapel im Juni 2025 vor dem Gefallenendenkmal am Neustädter Markt im Rahmen einer gemeinsam mit dem Kunstraum Ideal, Stadtkuratorin Leipzig und der Hl. Kreuz Kirchgemeinde organisierten Reihe von Nachbarschaftsforen, hielt.
Was bedeutet es, kulturelles Erbe in einer Gesellschaft zu denken, die von Vielfalt geprägt ist? Warum ist es wichtig, die Aushandlungsprozesse rund um kulturelles Erbe nicht nur als kulturpolitisches, sondern auch als soziales Thema zu begreifen? 

KontaktImpressumDatenschutzerklärungErklärung zur Barrierefreiheit
Logo Stadt Leipzig Kulturamt
KontaktImpressumDatenschutzerklärungErklärung zur Barrierefreiheit