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Projekte

Common Grounds
11.09.2026
Uranusstraße 30 04205 Leipzig Grünau-Nord

Sketching Our Future

Jugendliche gestalten ein Wandbild zu Grünau 50!

Common Grounds
Beteiligung
Kind hält Zeichnung hoch
Mehrere bunte abstrakte Kunstwerke liegen in Reihen auf einem weißen Tisch
Hände halten bunte, handgemalte Papierschnipsel mit Gesichtern und Texten vor einem Holztisch auf Kopfsteinpflaster
Person zeichnet mit Filzstift auf einem schwarz-weißen Foto, das eine Landschaft zeigt, auf einem Holztisch mit mehreren Stiften
Menschen sitzen und stehen auf einer Wiese vor einem bunten Wandbild mit Blumen, Sonne und Wolken an der Fassade eines mehrstöckigen Gebäudes
Gruppe von Menschen steht um einen Tisch im Freien und schneidet gemeinsam einen großen, bunten Kuchen
Person zeichnet auf einem Tisch eine bunte Collage mit Graffiti-Elementen und einer Person mit blauer Mütze auf einem großen Reifen
Gruppe von neun Personen steht im Freien vor einem Wohnhaus, einige halten Blumen, vor ihnen auf einem Tisch liegt ein buntes Bild
Frau mit Kopfhörern bedient an einem Holztisch ein DJ-Pult und einen Laptop vor einem Zaun mit buntem Wandbild im Hintergrund
Kind hält ein Blatt mit einem gelb-blauen Rastermuster und sitzt an einem Tisch mit weiteren Blättern und Stiften
Bunte Wandmalerei mit einem gelben Vogel, einem orangefarbenen Würfel mit der Aufschrift '50 Jahre Grünau' und 'Love Wins' sowie einer gelben Frucht mit Gesicht und grünen Blättern.
Buntes Wandbild mit Sonne, Wolken, Blumen und Häusern an der Fassade eines mehrstöckigen Wohnhauses in einem Wohngebiet mit Bäumen und Wiese im Vordergrund
Fünf Personen stehen auf einer Wiese vor einem hohen Wohnhaus mit farbigen Balkonen und einem weißen, fensterlosen Giebel, umgeben von einem grünen Metallzaun.

 

Workshop mit Kadir "Amigo" Memi

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Kind hält Zeichnung hoch
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Workshop mit Kadir "Amigo" Memi

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Grünau gestalteten Jugendliche aus dem Stadtteil gemeinsam mit den Kunstschaffenden Kadir "Amigo" Memiş, Ehab Assadi und Senja K. Brütting ein großformatiges Wandbild an der Fassade eines Plattenbaus in der Uranus Straße 30. Im Zentrum standen die Perspektiven der Jugendlichen auf ihr Leben in Grünau Nord – früher Wohnkomplex 7 genannt. Der öffentliche Raum soll ein Ort sein, an dem auch junge Menschen ihre Ideen sichtbar machen und ihren Stadtteil mitgestalten können. So können die Erfahrungen der Jugendlichen Resonanz finden und Wirkung entfalten. 

Im Rahmen eines Ganztagsangebots entwickelten Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 9 des Schulzentrums Grünau Nord – überwiegend aus der 94. Oberschule – seit März 2026 künstlerische Ausdrucksformen für ihre Perspektiven, Identitäten und Zukunftsbilder. Methoden aus Kunst, Kalligrafie, Tanz, Spoken Word und Gestaltung eröffneten dabei unterschiedliche Zugänge, sodass möglichst viele Jugendliche ihre Themen einbringen konnten.


Begleitet wurde der Prozess von der Choreografin und Performerin Senja K. Brütting (Leipzig), die auch als Bildungsreferentin für rassismuskritische Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen of Color tätig ist. Ihre Arbeit verbindet Spoken Word, Songwriting, zeitgenössischen Tanz und Tanztheater aus einer intersektionalen Perspektive und schafft Räume für künstlerischen Ausdruck und Reflexion. Der Künstler und Kunstpädagoge Ehab Assadi (Leipzig), Absolvent der HGB Leipzig mit Schwerpunkt Grafikdesign, brachte seine Expertise mit einem Fokus auf spielerisches, gemeinsames Gestalten sowie Schrift- und Kalligrafieformen ein. Seit Anfang 2025 unterstützt er Kinder in ihrer künstlerischen Praxis außerdem im Team des KinderKunstPlanet auf dem Jupiterplatz im Viertel.

Der Berliner Choreograf und Künstler Kadir „Amigo“ Memiş, Mitbegründer der Flying Steps, verbindet Hip-Hop mit abstrakter Kalligrafie und Graffiti. In einem Workshop gab er Einblicke in diese künstlerische Praxis und arbeitete mit den Jugendlichen an eigenen Ausdrucksformen für das Wandbild. 

An die Wand gebracht wurde das fertige Motiv der Jugendlichen vom Leipziger Graffiti-Künstler Bond Truluv, der bereits eigene Motive im Stadtteil geschaffen hatte.


Im Rahmen des Grünauer Kultursommers wurde das Werk bei einem gemeinsamen Einweihungsfest am 11. September der Öffentlichkeit vorgestellt. Die beteiligten Jugendlichen präsentierten ihr Motiv im Rahmen dialogischer Führungen und kamen mit Menschen aus der Nachbarschaft, ihren Familien und Mitschüler/innen und Besuchenden ins Gespräch. So sollte das Projekt als gemeinschaftliche Leistung erfahrbar und nachhaltig im Quartier verankert werden. Zum Grünauer Jubiläum entstand ein dauerhaftes Kunstwerk, das die Stimmen und Ideen der Jugendlichen aus dem Quartier sichtbar macht und künstlerisch hochwertig in den Stadtraum übersetzt.

Programm

Ab 16 Uhr
Feierliche Eröffnung mit den beteiligten Kunstschaffenden und der Plattform der Wohnungsbaugenossenschaften „wohnen bei uns“
Sekt, Kaffee und Limonade Kuchen, Snacks aus dem Pizzaofen und vom Grill
Kunstaktion zum Mitmachen mit dem MdbK [velo] × Fotografien von Harald Kirschner
DJ-Sets von Sithara und Lioness Mob
Seifenblasen-Aktion

17:30 Uhr
Lesung der Gewinner:innentexte des Schreibwettbewerbs der Stadtteilbibliothek Grünau-Süd


Ab 19:30 Uhr
Illumination des Wandbildes


Bereits seit 2024 ist das Programm Stadtkuratorin Leipzig in Grünau aktiv und kooperierte oder tauschte sich u.a. mit greater form, der Bibliothek Grünau Nord, dem Quartiersmanagement und dem Quartiersrat, dem Kulturstammtisch, Perspectives, der ARENA und dem KOMM-Haus aus. Auch diese Zusammenarbeit mit greater form und der 94. Oberschule stärkte kreative Prozesse im Stadtteil mit breiter Beteiligung.


Die kuratorische Projektleitung übernahm Sithara Weeratunga in Zusammenarbeit mit Julia Kurz. Sithara ist freiberufliche Kuratorin, Museumsberaterin und DJ in Leipzig und Berlin. Aus einer diskriminierungskritischen Perspektive arbeitet sie an der Schnittstelle von Kunst, Politik und Community. Zuvor war sie u.a. als Kuratorin am Museum der bildenden Künste Leipzig mit Schwerpunkten auf partizipative Formate, Erinnerungskultur und antirassistisches Kuratieren tätig.

Common Grounds
Beteiligung

Sketching our Future ist ein Projekt von Stadtkuratorin Leipzig/UmRäumen e.V. und greater form in Kooperation mit den Plattformgenossenschaften „wohnen bei uns“ (BGL, Lipsia, UNITAS, VLW und WOGETRA) und findet im Rahmen des Grünauer Kultursommers und des künstlerischen Stadtlabors Common Grounds – Öffentliche Räume als Gemeinwohl in Zeiten multipler Krisen statt.

Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Stadt Leipzig und dem Stadtbezirksbudget West. Die Umsetzung des Wandbilds und die Bereitstellung der Wand werden großzügig ermöglicht durch die Plattformgenossenschaften „wohnen bei uns“.

Umraeumen Logo Rgb Um Raumen Logo Orange RgbFooter Kinder Kunst PlanetKdfs Logo+wappen+text 2022 RgbStadt Leipzig Logo 2 C Cmyk (1)City Circles With Map 4 StadtbezirkeKh Logo Grau Grün RahmenCsm Logo Volkshochschule 7ff17e6b41Bf B Absendermarke Quer RgbWohnen Bei UnsLogo Lipsia 2022 4c CmykUnitas Logo Schwarz2012 06 25 Wogetra Lo Mit Claim RgbImagesBgl Logo Cmyk
Verknüpfte Medien
Stk Podcast Staffel1 250410 Titel
Podcast Reihe

UmRäumen – Urbane Kunst für Leipzig

Ein Podcast zu Kunst in öffentlichen Räumen in Leipzig

Verknüpfte Texte aus der Bibliothek
Kopie Von Kopie Von Loessnig Fest (klein)
Diskurs

Künstlerisches Arbeiten im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum, die im Stadtraum und in öffentlich zugänglichen Gebäuden zu finden ist, kann vieles sein. Neben Skulpturen, Denkmalen, Installationen und Kunst an Bauwerken umfasst der Begriff auch auch temporäre Performance- und Aktionskunst, Interventionen, Street Art, Klang- und Medienkunst. 

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Kunst im öffentlichen Raum in Leipzig

Der Text gibt anhand von Beispielen einen Überblick über mehrheitlich historische Kunst im öffentlichen Raum in Leipzig, verknüpft die Themen, die dort behandelt werden und beleuchet die Debatten, die um die Kunstwerke im Laufe der Zeit entstanden sind. Auch werden einige der Fehlstellen im Leipziger Stadtraum benannt und damit Perspektiven und Themen, die im Stadtraum bisher unsichtbar bleiben.

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Vom Reden zum Handeln – Komplizenschaft in Kunst im öffentlichen Raum

Formen gemeinschaftlichen Handelns werden ständig neu erprobt. Gesa Ziemer schlägt zur Beschreibung des zündenden Moments – wenn man gemeinsam vom Reden ins Handelns kommt – den Begriff der "Komplizenschaft" vor. Komplizenschaft bedeutet, gemeinsam Ideen zu entwickeln und umzusetzen – temporär, affektiv, individuell und zielgerichtet. 

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In einem umkämpften gesellschaftlichen Feld geben Stadtratsbeschlüsse, Strategien und Konzepte der Stadt Leipzig eine Orientierung, welche Themenfelder virulent sind und welche vermehrt in den Blick genommen werden sollen. Doch was bedeuten diese Pläne, wenn man sie diskriminierungskritisch betrachtet und welche konkreten Themen sollten behandelt werden?

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