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Projekte

UmRäumen
11.09.2026
Uranusstraße 30 04205 Leipzig Grünau-Nord

Sketching our Future

Jugendliche gestalten ein Wandbild zu Grünau 50!

UmRäumen
Beteiligung
Fünf Personen stehen auf einer Wiese vor einem hohen Wohnhaus mit farbigen Balkonen und einem weißen, fensterlosen Giebel, umgeben von einem grünen Metallzaun.

© Alexandra Ivanciu

Besichtigung der Fassade für das kommende Wandbild

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Grünau gestalten Jugendliche aus dem Stadtteil gemeinsam mit den Kunstschaffenden Kadir "Amigo" Memiş, Ehab Assadi und Senja K. Brütting ein großformatiges Wandbild an der Fassade eines Plattenbaus in der Uranus Straße 30. Im Zentrum stehen die Perspektiven der Jugendlichen auf ihr Leben in Grünau Nord – früher Wohnkomplex 7 genannt. Der öffentliche Raum soll ein Ort sein, an dem auch junge Menschen ihre Ideen sichtbar machen und ihren Stadtteil mitgestalten können. So können die Erfahrungen der  Jugendlichen Resonanz finden und Wirkung entfalten. 

Seit März 2026 entwickeln die Jugendlichen der Klassenstufen 7 bis 9 des Schulzentrums Grünau Nord – überwiegend aus der 94. Oberschule – im Rahmen eines Ganztagsangebots künstlerische Ausdrucksformen ihrer Perspektiven, Identität und Zukunftsbilder. Methoden aus Kunst, Kalligrafie, Tanz, Spoken Word und Gestaltung eröffnen dabei unterschiedliche Zugänge, sodass möglichst viele Jugendliche ihre Themen einbringen können.


Begleitet wird der Prozess von der Choreografin und Performerin Senja K. Brütting (Leipzig), die auch als Bildungsreferentin für rassismuskritische Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen of Color tätig ist. Ihre Arbeit verbindet Spoken Word, Songwriting, zeitgenössischen Tanz und Tanztheater aus einer intersektionalen Perspektive und schafft Räume für künstlerischen Ausdruck und Reflexion. Der Künstler und Kunstpädagoge Ehab Assadi (Leipzig), Absolvent der HGB Leipzig mit Schwerpunkt Grafikdesign, bringt seine Expertise mit einem Fokus auf spielerisches, gemeinsames Gestalten sowie Schrift- und Kalligrafieformen ein. Seit Anfang 2025 unterstützt er Kinder in ihrer künstlerischen Praxis außerdem im Team des KinderKunstPlanet auf dem Jupiterplatz im Viertel.

Der Berliner Choreograf und Künstler Kadir „Amigo“ Memiş, Mitbegründer der Flying Steps, verbindet Hip-Hop mit abstrakter Kalligrafie und Graffiti. In einem Workshop gibt er Einblicke in diese künstlerische Praxis und arbeitet mit den Jugendlichen an eigenen Ausdrucksformen für das Wandbild. 

An die Wand gebracht wird das fertige Motiv der Jugendlichen vom Leipziger Graffiti-Künstler Bond Truluv, der bereits eigene Motive im Stadtteil geschaffen hat.

Das große Einweihungsfest ist für den 11. September 2026 von 16 - 20 Uhr im Rahmen des Grünauer Kultursommers geplant. Die beteiligten Jugendlichen präsentieren ihr Motiv im Rahmen dialogischer Führungen und kommen mit Menschen aus der Nachbarschaft, ihren Familien und Mitschüler:innen und Besucher:innen ins Gespräch. So soll das Projekt als gemeinschaftliche Leistung erfahrbar und nachhaltig im Quartier verankert werden. Zum Grünauer Jubiläum entsteht ein dauerhaftes Kunstwerk, das die Stimmen und Ideen der Jugendlichen aus dem Quartier sichtbar macht und künstlerisch hochwertig in den Stadtraum übersetzt.


Bereits seit 2024 ist der Verein UmRäumen mit dem Programm Stadtkuratorin Leipzig in Grünau aktiv und kooperierte oder tauschte sich u.a. mit greater form, der Bibliothek Grünau Nord, dem Quartiersmanagement und dem Quartiersrat, dem Kulturstammtisch, Perspectives, der ARENA und dem KOMM-Haus aus. Auch diese Zusammenarbeit mit greater form und der 94. Oberschule stärkt kreative Prozesse im Stadtteil mit breiter Beteiligung.

Die kuratorische Projektleitung übernimmt Sithara Weeratunga in Zusammenarbeit mit Julia Kurz. Sithara ist freiberufliche Kuratorin, Museumsberaterin und DJ in Leipzig und Berlin. Aus einer diskriminierungskritischen Perspektive arbeitet sie an der Schnittstelle von Kunst, Politik und Community. Zuvor war sie u.a. als Kuratorin am Museum der bildenden Künste Leipzig mit Schwerpunkten auf partizipative Formate, Erinnerungskultur und antirassistisches Kuratieren tätig.

UmRäumen
Beteiligung

“Sketching our Future” ist ein Projekt von Stadtkuratorin Leipzig/UmRäumen e.V. und greater form und findet im Rahmen des künstlerischen Stadtlabors Common Grounds – Öffentliche Räume als Gemeinwohl in Zeiten multipler Krisen und dem Jubiläumsprogramm Grünau 50 statt.

Das Projekt wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Stadt Leipzig und dem Stadtbezirksbudget West. Die Umsetzung des Wandbilds und die Bereitstellung der Wand werden großzügig ermöglicht durch die Plattformgenossenschaften „wohnen bei uns“ (Lipsia, UNITAS, WOGETRA, VLW, BGL).

Umraeumen Logo Rgb Um Raumen Logo Orange RgbFooter Kinder Kunst PlanetKdfs Logo+wappen+text 2022 RgbStadt Leipzig Logo 2 C CmykCity Circles With Map 4 StadtbezirkeCsm Logo Volkshochschule 7ff17e6b41Bf B Absendermarke Quer RgbWohnen Bei UnsLogo Lipsia 2022 4c CmykUnitas Logo Schwarz2012 06 25 Wogetra Lo Mit Claim RgbPl Vlw InversBgl Logo Cmyk
Verknüpfte Medien
Stk Podcast Staffel1 250410 Titel
Podcast Reihe

UmRäumen – Urbane Kunst für Leipzig

Ein Podcast zu Kunst in öffentlichen Räumen in Leipzig

Verknüpfte Texte aus der Bibliothek
Kopie Von Kopie Von Loessnig Fest (klein)
Diskurs

Künstlerisches Arbeiten im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum, die im Stadtraum und in öffentlich zugänglichen Gebäuden zu finden ist, kann vieles sein. Neben Skulpturen, Denkmalen, Installationen und Kunst an Bauwerken umfasst der Begriff auch auch temporäre Performance- und Aktionskunst, Interventionen, Street Art, Klang- und Medienkunst. 

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Diskurs

Kunst im öffentlichen Raum in Leipzig

Der Text gibt anhand von Beispielen einen Überblick über mehrheitlich historische Kunst im öffentlichen Raum in Leipzig, verknüpft die Themen, die dort behandelt werden und beleuchet die Debatten, die um die Kunstwerke im Laufe der Zeit entstanden sind. Auch werden einige der Fehlstellen im Leipziger Stadtraum benannt und damit Perspektiven und Themen, die im Stadtraum bisher unsichtbar bleiben.

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Vom Reden zum Handeln – Komplizenschaft in Kunst im öffentlichen Raum

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Repräsentation der diversen Stadtgesellschaft: Diskriminierungskritisches Kuratieren von Erinnerung und Kunst im öffentlichen Raum

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