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Stadtkuratorin Leipzig

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Projekte

01.05. – 31.03.2027
Grünau

Von Schnürsenkeln und Pudelponies im Plattenbau!

Erfassung und Vermittlung baubezogener Kunst in Grünau

Beteiligung
Drei Personen stehen vor einer großen abstrakten Metallskulptur auf einem gepflasterten Platz mit Bäumen und einem Hochhaus im Hintergrund
Drei Kinder sitzen und klettern auf einer Skulptur in einem Wohngebiet mit mehrstöckigen Plattenbauten im Hintergrund
Schulgebäude mit mehrstöckigem Wandbild, das eine Gruppe von Menschen und einen Tisch mit Figuren zeigt, vor dem Eingang eine Treppe mit Regenbogenfarben
Mehrstöckiges Wohngebäude mit brauner Fassade und grafischem Muster aus farbigen Quadraten neben einem weißen Wohngebäude, umgeben von grünen Bäumen
Schwarz-weiß-Foto eines mehrstöckigen Schulgebäudes mit einer großen Wandmalerei und mehreren Personen, die auf dem Vorplatz gehen, umgeben von Bäumen

© Alexandra Ivanciu

Besichtigung der Skulptur DYNAMISCHE FORMEN von Karl-Heinz Steinbrück (1988), die auch als "Schnürsenkel" bekannt ist. 

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Drei Personen stehen vor einer großen abstrakten Metallskulptur auf einem gepflasterten Platz mit Bäumen und einem Hochhaus im Hintergrund
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© Alexandra Ivanciu

Besichtigung der Skulptur DYNAMISCHE FORMEN von Karl-Heinz Steinbrück (1988), die auch als "Schnürsenkel" bekannt ist. 

Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Grünau“ starten die Stadt Leipzig und die Wüstenrot Stiftung ein gemeinsames Projekt, um baubezogene Kunst der DDR in Grünau systematisch zu erfassen, zu erforschen und neu zu vermitteln. Skulpturen, Wandbilder, Leuchtschriften und weitere künstlerische Arbeiten trugen von Anfang an entscheidend zur Identität des Stadtteils bei – und tun es bis heute. Nach 1990 kam es jedoch auch zu Verlusten: Werke wurden durch Vandalismus zerstört, entfernt oder durch Sanierungsmaßnahmen verdeckt. Dieses vielfach bedrohte Kulturerbe soll nun gesichert, sichtbar gemacht und gemeinsam mit der Bevölkerung neu entdeckt werden.

Dazu sollen in einem Erfassungsprojekt Unterlagen, Fotos und Archivalien systematisch zusammengetragen, ausgewertet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie baubezogene Kunst in Grünau entstanden ist, wer sie beauftragt hat und auf welche Weise Künstlerinnen und Künstler Plastiken schufen. Schließlich interessiert ihr heutiger Zustand.  

Das Programm für Kunst im öffentlichen Raum "Stadtkuratorin Leipzig" bietet als zweiten Projektbestandteil ein umfangreiches Vermittlungsprogramm an. Im Mittelpunkt stehen die Perspektiven und Erinnerungen der Menschen aus Grünau: Welche Rolle spielt die Kunst im Alltag? Welche persönlichen Geschichten verbinden die Grünauerinnen und Grünauer mit einzelnen Werken? Wie unterscheidet sich der Blick auf die Kunst von Menschen, die bereits zur DDR-Zeit in Grünau lebten, von dem später Zugezogener und jüngerer Menschen?


Das Programm besteht aus zwei Vermittlungsreihen:

„Verloren & Gefunden" – in Kooperation mit dem KOMM-Haus – richtet sich an interessierte Bewohner/innen und Zeitzeug/innen. Die Reihe lädt zum Erinnern, Erzählen und gemeinsamen Entdecken ein und soll zugleich noch nicht erfasstes Wissen über baubezogene Kunst im Stadtteil sichtbar machen.

„Was sagt Dir das Pudelpony?" – umgesetzt von der Projektgruppe greater form – richtet sich gezielt an Kinder und Jugendliche in Grünau. Sie erkunden ihre Nachbarschaft, befragen Zeitzeug/innen und Expert/innen und begegnen Kunstwerken im öffentlichen Raum. Eine fiktionale Perspektive – etwa die Frage, was die Kunstwerke erzählen würden, wenn sie sprechen könnten – eröffnet dabei einen spielerischen, niedrigschwelligen Zugang.

Das Projekt begleitet das Jubiläumsjahr 50 Jahre Grünau mit einer Reihe öffentlicher Formate, darunter:

ab 1. Juni – Aufruf zum Tag der Grundsteinlegung: Sie kennen Kunstwerke in Grünau, die es heute nicht mehr gibt? Teilen Sie Ihre Geschichten und Bilder mit uns! Schreiben sie uns (verlinken: hallo@stadtkuratorin-leipzig.de) oder kommen bei einem der Erzählcafés vorbei:

13. Juni 2026 – "Was sagt uns das Pudelpony?“ und Erzählcafé als Teil von „50 Jahre – 50 Tische“ zur Eröffnung des Grünauer Kultur-Sommers auf der Stuttgarter Allee von 14 – 18 Uhr. Interview-Station mit greater form und Gespräche zu Geschichten und Erinnerungen zu baubezogener Kunst in Grünau mit Johanna Krümpelbeck und Ina Tuscher

20. Juni 2026, 14 –18 Uhr –"Erzählcafé: Uns interessieren Ihre Geschichten und Erinnerungen zu baubezogener Kunst in Grünau! Parallel ist eine Ausstellung von Harald Kirschner im Komm-Haus zu sehen.

28. August 2026 – Beteiligung am Interkulturellen Nachbarschaftsfest auf der Alten Salzstraße.

13. September 2026 – Umfangreiches Programm zum Tag des offenen Denkmals. U.a. mit einer Fahrradtour zu Baudenkmalen in Grünau mit Bürgermeister Thomas Dienberg und dem Leiter der Abteilung Denkmalpflege Klaus Jestaedt sowie der Veranstaltung „Verschwunden, Überdämmt, Versetzt – Über Grünaus verlorene Kunstwerke im öffentlichen Raum".

Folgen Sie dem Projekt für weitere Termine und Informationen auf unserer Projekt-Webseite auf www.leipzig.de/stadtkuratorin und auf Social Media.

Beteiligung

Schnürsenkel und Pudelponies im Plattenbau! ist ein gemeinsames Erfassungs- und Vermittlungsprojekt der Wüstenrot-Stiftung und der Stadt Leipzig und entsteht in Kooperation mit Stadtkuratorin Leipzig.

Das Projekt ist Teil des Programms „Baubezogene Kunst in der DDR“ der Wüstenrot Stiftung.

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